Die Angebote der Zuflucht

Die anonyme Mädchen*zuflucht ist eine Übergangseinrichtung (vgl. SGB VIII, § 42 Inobhutnahme), in der bis zu neun Mädchen* im Alter von 12 bis 17 Jahren in Not- und Krisensituationen rund um die Uhr Unterkunft, ganzheitliche Betreuung und Schutz vor physischer, psychischer oder sexualisierter Gewalt finden.
 

Ansicht eines gemütlichen Wohnzimmers mit Couch, Couchtisch und vielen Kissen
Ansicht eines freundlich eingerichteten Zimmers mit Bett, Schreibtisch und Teppichen
Ansicht eines Treppenaufgangs. Links im Bild eine Collage von Frauenbildern.
Ansicht eines liebevoll gedeckten Frühstückstisches.
Ansicht einer aufgeräumten Küche mit Arbeitsplatte und Geräten.
Ansicht eines sonnigen Balkons auf der eine Holzbank mit vielen Decken und zwei Korbstühle stehen.

Was uns ausmacht

Es bedeutet für jedes Mädchen* viel Mut und Stärke, sich zu entscheiden, das Gewohnte hinter sich zu lassen und in eine noch unbekannte und unsichere Zukunft zu blicken.

Ungeachtet der gewaltvollen Familiensituation, braucht es oft einige Anläufe, um diesen Schritt zu gehen. Doch dann entwickeln die meisten Mädchen* viel Energie und die Überzeugung, etwas Gutes für sich selbst und für ihr Leben zu wollen. Mit dieser Energie zu arbeiten, die Mädchen* darin zu unterstützen, zu begleiten und mit ihnen eine positive Perspektive zu erarbeiten, ist das was uns am Herzen liegt. Auch in besonderen Krisensituationen unterstützen wir die Mädchen* in der Bewältigung und dem Umgang mit belastenden Erlebnissen.

Unvoreingenommen aufnehmen, zur Ruhe kommen lassen, ein offenes Ohr schenken, transparent sein und gemeinsam Perspektiven erarbeiten

 

Die Zuflucht kann für die Mädchen* der erste Ort sein, an dem sie zur Ruhe kommen, sich anvertrauen und sicher fühlen können. Der erste Raum, in dem Gefühle gezeigt werden dürfen und an dem jemand da ist, der zuhört und sich für sie interessiert ohne sie zu bewerten. Die Mädchen*, ihre Wünsche und Meinungen sind wichtig und werden von  uns Betreuerinnen ernst genommen.

Gemeinsam mit den Mädchen* und dem Jugendamt werden mögliche Lösungswege gesucht. Unsicherheit wird mit Transparenz und Partizipation begegnet, sodass verschiedene Wege in eine sichere Zukunft aufgezeigt und für die Mädchen* erkennbar werden.

Die Perspektiven nach dem Aufenthalt in der Zuflucht können sein:

  • Rückkehr ins Elternhaus, ggf. mit ambulanter Hilfe
  • Begleitung in eine andere Wohnmöglichkeit (z.B. zu Verwandten oder Bekannten)
  • Längerfristige Unterbringung in einer betreuten Wohngruppe
  • Selbstständiges oder betreutes Wohnen