Fem Mädchenhaus - Vaia!
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VAIA!

Telefon
0176 - 856 33 865
Bitte unbedingt eine Nachricht oder Kontaktmöglichkeit auf der Mailbox hinterlassen. Ein Rückruf erfolgt so schnell wie möglich.

E-Mail für Anfragen
vaiamobil [at] fem-maedchenhaus.de

E-Mail der Verwaltung
vaia [at] fem-maedchenhaus.de

VAIA!

Selbstbestimmt leben. Beratung und Schutz für junge Frauen*

Unser Angebot „VAIA!“ richtet sich an junge Frauen* von 18 bis 21 Jahren. Sie erleben körperliche, psychische oder sexualisierte Gewalt durch ihre Familie, Angehörige oder Bekannte oder werden durch Zwangsheirat bedroht.

„Schützen – Begleiten – Loslassen“ heißt das Konzept von VAIA!. Wir bieten mobile Beratung und eine Schutzwohnung mit vier Plätzen. Ziel ist es, jungen Volljährigen eine Perspektive auf ein selbstbestimmtes Leben ohne Gewalt zu eröffnen. Um zur Ruhe zu kommen und sich zu stabilisieren, ist ein sicherer Ort nötig. Der Weg in die Selbstständigkeit braucht Begleitung. Damit der Neustart gelingt, stehen die Pädagoginnen* auch nach dem Auszug zur Verfügung.

Die VAIA! gGmbH ist eine Tochtergesellschaft des FeM Mädchen*hauses Frankfurt.


Zielgruppe und Angebot

Bei VAIA! erhalten junge Volljährige im Alter von 18 bis 21 Jahren Hilfe, die betroffen sind von:

  • körperlicher, seelischer oder sexualisierte Gewalt
  • Zwangsverheiratung
  • Zwangsrückführung
  • Freiheitsberaubung
  • Überbehütung bzw. alters-unangemessener Bevormundung oder ähnlichen Zwangslagen

Wir beraten außerdem Angehörige, Lehrer*innen, Freund* innen, Fach- und Vertrauenspersonen der jungen Frauen*.

In unserer Beratung informieren Pädagoginnen* über Auswege und Hilfsangebote. Die Beratung kann in unserer Einrichtung stattfinden oder mobil an einem selbstgewählten anonymen Ort. Telefonische Beratung ist ebenso möglich. Im ersten Gespräch klären wir die Gefährdungslage und die nächsten wichtigsten Schritte. Unsere Beratung bietet:

  • Unterstützung bei der Suche nach Schutz und einer Notunterkunft (z. B. Frauenhaus)
  • Je nach Situation kann die Schutzsuchende in der Notunterkunft von VAIA! unterkommen, wenn ein Platz verfügbar ist
  • Informationen über weitere Hilfsmöglichkeiten und Schritte (z. B. Antrag beim Jugendamt für Unterstützung nach § 41 SGB VIII)
  • Begleitung bei der Antragstellung und Kontakt zu den kommunalen Behörden oder Fachstellen (z. B. Jugendamt, Jobcenter, Ausländerbehörde)

Die Schutzwohnungen sind ein anonymer, sicherer und gewaltfreier Ort, an dem Betroffene zu Ruhe kommen. In diesem sicheren Rahmen können sich junge Frauen* mit Gewalterfahrung stabilisieren. Intensiv unterstützt und begleitet von den Pädagoginnen planen sie ihre Zukunft. Hierzu gehören:

  • Klärung aller Not- und Bedarfslagen der jungen Frau.
  • Initiieren der nächsten Schritte zum weiteren Schutz (ggf. Kontakt zur Polizei, Behörden, Auskunftssperren etc.)
  • Beratung und Unterstützung in der alltäglichen Lebensführung
  • Individuelle und ganzheitliche Unterstützung und Zukunftsplanung, zur persönlichen Entwicklung sowie zu den Themen Wohnen, Schule, Ausbildung und Studium
  • Unterstützung und Beratung hinsichtlich seelischer, körperlicher und emotionaler Anliegen
  • festgelegte Betreuungszeiten tagsüber mit Anwesenheit der Pädagoginnen* in der Einrichtung
  • Erreichbarkeit über Handybereitschaft außerhalb der Anwesenheitszeiten (Sonn- und Feiertage sowie nachts).
  • einen drogen- und gewaltfreien Raum.
  • eine parteiliche Vertretung der Interessen und Bedürfnisse der jungen Frau*.

Ergänzend stehen die anderen Angebote von FeM zur Verfügung: Unterstützung durch die Beratungsstelle, tiergestützte Therapie, die Freizeitangebote des Mädchen*treffs, Empowerment.

Am Ende der Begleitung durch das VAIA!-Team steht ein Neuanfang: Eine Wohnmöglichkeit ist gefunden, Schule, Ausbildung oder Studium wird fortgesetzt oder aufgenommen, eine Finanzierungsstrategie (z. B. Jobcenter, Jugendhilfe, Stipendium, Ausbildung etc.) ist entwickelt.

Eine Pädagogin* vom VAIA!-Team hält mit der jungen Frau* nach dem Auszug  oder Überwindung der Notlage Kontakt. In Beratungs-Terminen werden besprochen, ob alles nach Plan verläuft und an welcher Stelle etwas verbessert werden muss.

Wir sind ein Team mit drei pädagogischen Mitarbeiterinnen* (Studium der Sozialen Arbeit, Erziehungswissenschaften BA/MA/Dipl.).
Einige Kolleginnen* haben Zusatzqualifikationen in systemischer Beratung und Traumapädagogik, Gewalt im Namen der Ehre.

Es gibt verpflichtende jährliche Fortbildungen zu sexualisierter Gewalt und schutzkonzeptrelevanten Fragen.

Der Weg aus der Gewalt erfordert Stärke, Entschlossenheit und Ausdauer. Wir sind sehr stolz auf die jungen Frauen*. Mutig und unbeirrt gehen sie ihren Weg.

Kara, (19 Jahre), Abiturientin, möchte ein Studium aufnehmen.
Ihre Eltern lehnen das ab und planen sie mit einem unbekannten Mann zu verloben. Die junge Frau verlässt ihre Familie, bricht den Kontakt zu ihr ab, zieht in eine Notunterkunft und plant die kommenden Monate. Kara beantragt ein Stipendium, das bewilligt wird. Daraufhin geht sie in eine andere Stadt zum Studieren. Mittlerweile kann sie sich wieder mit ihrer Familie treffen. Dabei fordert sie selbstbewusst die Akzeptanz ihres Lebenswegs ein.

Yasmin, (20 Jahre), lebt mit ihren Eltern nach langer Flucht in Deutschland.
Ihre Brüder gehen zur Schule, machen eine Ausbildung. Yasmin darf nur einen Deutschkurs absolvieren und soll sich dann um die kranken Eltern kümmern. Als Yasmin auf ihre Ausbildung beharrt, droht die Familie mit Gewalt. Yasmin flieht in die Notunterkunft von VAIA!. Die Pädagogin hilft ihr, die Schule fortzusetzen, organisiert die gesundheitliche Versorgung der Eltern. Sie vermittelt ihr eine muttersprachliche Therapeutin und einen Platz in einer Jugend-WG. So findet sie in ein selbstbestimmtes Leben.

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